Osteoporose

Osteoporose: Krankheitsbild

Osteoprorose oder Knochenschwund bedeutet eine verminderte Knochendichte des Patienten. Zu Beginn verläuft diese Volkskrankheit schleichend und macht oft nur geringe Beschwerden. Die Knochen werden aber durch Osteoporose porös und bruchanfällig – bereits ein kleiner Unfall kann so zu schweren Knochenbrüchen führen. Besonders häufig trifft es Schulter, Handgelenk, Wirbelsäule, Schenkelhals und Sprunggelenk. Größtes Problem: Viele Osteoporose-Patienten wissen gar nichts von ihrer Erkrankung und dem deutlich erhöhten Risiko, obwohl die Therapie sehr einfach sein kann!

Häufig betroffen sind Frauen ab dem 50. Lebensjahr und nach den Wechseljahren. Auch Männer erkranken an Osteoporose, jedoch seltener und später (Risiko ab circa 60. Lebensjahr).

Erste Beschwerden sind oft Rückenschmerzen im unteren Bereich der Brustwirbelsäule, ohne dass die Patienten einen Auslöser erkennen können. Mit Fortschreiten der Erkrankung zeigen sich dann gehäuft schwere Knochenbrüche mit sehr langer Genesungszeit, da bei Osteoporose die Knochen nicht mehr so gut zusammenheilen.

Ursachen und Risikofaktoren für Osteoporose

Die auf den ersten Blick so robusten Knochen unseres menschlichen Körpers unterliegen bei genauem Hinsehen einem ständigen Prozess aus Aufbau und Abbau der Knochensubstanz. Noch bis etwa zu 30. Lebensjahr wird immer mehr Knochenmasse aufgebaut. Kommt es im Laufe des Lebens zu einer Störung des Gleichgewichts zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau – oder aber wird in den ersten 30 Lebensjahren nicht genügend Knochenmasse aufgebaut, werden die menschlichen Knochen brüchig und schon kleine Belastungen können zu einem Knochenbruch führen.

Bei einigen Patienten wird die Osteoporose durch eine andere Erkrankung erst verursacht. Das sind häufig Störungen des Hormonhaushalts, chronische Darmerkrankungen oder Rheumatoide Arthritis.

Typische Ursachen und Risiken bei Osteoporose

  • fortgeschrittenes Lebensalter w >50, m>60
  • familiäre Veranlagung
  • Mangel an Vitamin D & Calcium
  • Bewegungsmangel
  • Rauchen & Alkoholkonsum
  • Untergewicht
  • Dauereinnahme bestimmter Medikamente (z.B. Cortison)
  • bestimmte zusätzliche Erkrankungen (z.B. Rheumatoide Arthritis, Diabetes mellitus, Schilddrüsenfehlfunktion)

Patienten mit mehr als einem Risikofaktor für Osteoporose sollten eine Früherkennungsuntersuchung für Osteoporose in Erwägung ziehen!

Warum bei Osteoporose die Früherkennung so wichtig ist

In Deutschland werden etwa 10% aller Menschen im Laufe ihres Lebens als Osteoporose-krank diagnostiziert. Leider werden viele dieser Patienten erst nach einem schweren Knochenbruch auf Osteoporose getestet und erfahren dann von der Diagnose.

Vor allem der Nachweis eines Wirbelkörperbruchs ohne Unfall bei bisher unerklärlichen Rückenschmerzen kommt häufiger vor. In solch einer Situation ist aber die Erkrankung Osteoporose schon weit fortgeschritten und die ärztliche Behandlung schwieriger als bei sehr früher Diagnose.

Wird Osteoporose rechtzeitig erkannt, können schwerwiegende Folgen reduziert und oft sogar ganz vermieden werden! Bei wirklich früher Diagnose ist Osteoporose sogar heilbar. Aus diesen Gründen spielt die Früherkennung der Osteoporose in unserer Praxis eine sehr große Rolle und wird regelmäßig und sehr sorgfältig durchgeführt.

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Tel. 030 – 6220 1766
anmeldung@orthopäden-berlin.de

Diagnostik bei Osteoporose – unsere ärztlichen Leistungen in Berlin

Oft erhalten Herr Dr. Böhr und Herr Dr. Bunk als spezialisierte Ärzte schon während des Patientengesprächs deutliche Hinweise auf eine Osteoporose. Mit gezielten Fragen zu Vorerkrankungen, knochenschädigenden Medikamenten, Rückenschmerzen und bereits erlebten Knochenbrüchen analysieren wir das individuelle Risikoprofil des Patienten.

Falls eine Osteoporose-Erkrankung als Ursache in Frage kommt, führen wir weitere Tests durch:

Knochendichtemessung (DXA)

  • Mithilfe sehr niedrig dosierter Röntgenstrahlen wird die Knochendichte mehrerer Wirbelkörper sowie beider Schenkelhälse (Hüftgelenk) gemessen. Anschließend besprechen wir das Untersuchungsergebnis gemeinsam mit Ihnen in unseren Praxisräumen. Die Knochendichtemessung ist eine schmerzfreie Untersuchung und dauert nur wenige Minuten.

Laboruntersuchungen bei Osteoporose

  • Durch Blutuntersuchungen wird analysiert, ob wichtige Aufbaustoffe für die Knochen in ausreichender Menge vorhanden sind (z.B. Calcium, Phosphat, Vitamin D). Gleichzeitig prüfen wir, ob die Regulierung von Knochenaufbau und Knochenabbau durch verschiedene Hormone im Gleichgewicht ist (z.B. Schilddrüsenhormone und Östrogen).

Im Rahmen unseres Serviceangebots Ortho-Professional-Care kümmern wir uns auf Wunsch gerne um die Terminierung Ihrer Knochendichtemessung und die Durchführung aus Auswertung der Laboruntersuchungen in unserer Praxis in Berlin – Zehlendorf.

Behandlung bei Osteoporose – unsere Orthopädiepraxis in Berlin bietet folgende Therapiemethoden

Für die Behandlung der Volkskrankheit Osteoporose gibt es klare Leitlinien des Dachverbandes Osteoporose (DVO) https://dv-osteologie.org/osteoporose-leitlinien, die wir selbstverständlich in unserer Praxis umsetzen. Dabei steht die Therapie mit Medikamenten zunächst NICHT im Vordergrund.

Zu Beginn einer Osteoporose-Therapie ist es wichtig, durch Änderungen im Alltag der Patienten die Osteoporose positiv zu beeinflussen. Denn: Medizin ist etwas, das man macht! Mögliche Ansätze sind:

  • gesunde, calciumreiche Ernährung
  • Vitamin D Mangel ausgleichen durch Zeit an der Sonne
  • viel Bewegung
  • Rauchen und Alkoholkonsum deutlich reduzieren / aufgeben
  • Sturzrisiko zuhause minimieren, Stolperfallen entfernen

Im nächsten Schritt oder bei bereits besonders ausgeprägter Osteoporose versuchen wir entsprechend den Leitlinien der DVO den Knochenstoffwechsel der Patienten zu verbessern. Dabei verfolgen wir zwei Ziele:

  1. dem Körper genug Aufbaustoffe für neuen Knochen zur Verfügung zu stellen (vor allem Calcium und Vitamin D)
  2. den Knochenstoffwechsel mit bestimmten Medikamenten so zu beeinflussen, dass die Knochendichte mittelfristig wieder ansteigt oder zumindest nicht noch weiter abfällt.

Muss der Erfolg einer Osteoporose-Therapie kontrolliert werden?

Ist die Diagnose Osteoporose bereits gestellt, sollte die Knochendichte regelmäßig kontrolliert werden. Als allgemeine Empfehlung für Osteoporose-Patienten gilt die jährliche Knochendichtemessung (DXA). Abhängig von der Schwere der Erkrankung und der eingesetzten Therapie kann auch eine noch häufigere Kontrolle der Knochendichte sinnvoll sein. Die Knochendichtemessung zeigt zuverlässig, ob die begonnene Therapie der Osteoporose schon zu einer ausreichenden Besserung geführt hat.

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